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Der Kirchenvater
Augustinus sagte einst:
"Mensch, lerne
tanzen, sonst
wissen die Engel nichts mit dir anzufangen!"
Zum Tanzen braucht's Musik, und damit es die Mädchen
und Burschen, Männer und Frauen von den Stühlen reisst, muss es eben gute
Musik sein!
Als
alter Volkstänzer, Volkstanzlehrer und Spielmann habe ich einen bunten Strauss
schöner, hinreissender, besinnlicher und auch melancholischer Melodien aus vielen
Ländern Europas kennen gelernt. Ganz besonders ins Herz geklungen haben mir aber die
nordischen Melodien.
Im Jahr 1981 konnte ich, zusammen mit meiner (dannzumal noch
verlobten) Ehefrau Sylvia erstmals in den Norden reisen und dort die Landschaft, die
Bevölkerung, die Volkstänze und Melodien erleben und die wunderschönen Instrumente Schlüsselfiedel (Schweden)
und Hardanger Fiedel
(Norwegen) kennen lernen und spielen.
Von Eric Sahlström
(dem legendären Nyckelfela-Spieler aus Tobo in Uppland, Mittelschweden, leider verstorben
1986) konnte ich 1984 eine von ihm selbst gebaute Schlüsselfiedel
erwerben. Dieses Instrument animierte mich zum Improvisieren. Und eines
Tages fing ich an, diese Improvisationen aufzuzeichnen
1983 bestellte ich dann vom Instrumentenbauer Harald Lund eine Hardanger
Fiedel. Zehn Jahre später (!) erhielt ich dann das wunderschöne, von ihm in etwa 650
Stunden gebaute Instrument.
Aus dieser
Seelen nährenden
musikalischen Freizeitbeschäftigung entstand nun ein Streicher- Ensemble, die "Mattanjaca",
mit der wir 1992 einen Fiedelspielkurs in Rättvik am Siljansee
besuchten, wo wir das authentische Spielen der nordischen Melodien erlernen durften. Heute
spielen wir unter dem neuen Namen "Nordica"
in der Schweiz und im Ausland an Hochzeiten, in Kirchen, an Volkstanz- Anlässen, an
Jubiläen, Geburtstagen und bei vielen anderen Gelegenheiten traditionelle schwedische,
norwegische und eigene Melodien zur Freude der Zuhörer und der Tanzenden.
Ich freue mich sehr, dass ich 1998 die Reihe von Melodienheften
mit diesem ersten Album beginnen konnte und wünsche Dir und Deinen Mitspielern:
Viel Spielfreude !
Herzlichst, Thyl Steinemann |