| Unsere Instrumente in
Bild und Klang
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| 2. Nyckelfela von Tord Johansson, Osmo (S),
Baujahr 1984 |
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Dieses Instrument konnten wir von
Kaspar Glarner erwerben, einem Schweizer Lehrer, der oft in Schweden war und sowohl
Nyckelfela (schwedische Spielmannsmusik) als auch Hackbrett (Schweizer Volksmusik) spielt.
Nach einer Verjüngungskur beim jungen Geigenbauer Leonhard Pavoni in Bülach erblühte
das Instrument von neuem und Sylvia Steinemann konnte
1994 unter der Anleitung von Thyl mit dem Erlernen des Schlüsselfiedelspiels beginnen.
Bald konnte Sylvia bereits an unseren Auftritten mitspielen und machte im Laufe der
Folgejahre grosse Fortschritte in der Spieltechnik und im Ausdruck, vor allem profitierte
sie auch viel während den von uns besuchten Musikseminaren in Deutschland (Eggenfelden
1998 und Marktl 1999/2001). |
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Diese Hardanger Fiedel hat schon eine lange Geschichte, die 1991 begann, als Sylvia und Thyl mit dem Volkstanzkreis Bern auf eine Volkstanz-Tournee nach Norwegen reisten. Durch unsere Gastgeber lernten wir ihren Verwandten, Harald Lund kennen, dem ich (Thyl) eine ganz spezielle Hardanger Fiedel zum Bau in Auftrag gab, nämlich ein Instrument, das aussieht wie eine Hardingfela, aber (fast) wie eine Geige zum Spielen ist. Also ein Instrument mit Bordunsaiten, mit einem wesentlich stärkeren Klang und einem weniger flachen Saitensteg als die üblichen Hardanger Fiedeln, aber mit einem kürzeren Griffbrett als die Geigen und mit grösseren Saitenabständen (zum besseren doppelgriffig spielen). Leider erkrankte Harald Lund kurz nach meiner Auftragserteilung an einem Hirntumor und musste wegen mehreren Operationen mit seinem Instrumentenbau unterbrechen, bis er sich - Gott sei Dank! - nach etwa sieben Jahren soweit erholt hatte, dass er seine musikalische Künstlertätigkeit wieder langsam aufnehmen konnte. Nach der Teilnahme unseres Ensembles am "Rättvikdansen 1992" mit instrumentaler Weiterbildung auf Geigen und Schlüsselfiedel, besuchten wir Harald Lund bei ihm zuhause in Jessheim (nicht sehr weit von Oslo) und spielten ihm auswendig eine Reihe von nordischen Melodien zwei- und dreistimmig vor, sodass er sich überzeugen liess, uns das in Auftrag gegebene Instrument fertigzustellen. Im Sommer 1993 war es nun soweit, und wir durften das kostbare, prächtige Instrument in Norwegen abholen (eine Woche Zeit, 2x2000km Fahrt, zweimal Autofähre). Harald verriet uns, für den Bau dieser Hardingfela etwa 650 Arbeitsstunden aufgewendet zu haben, was bei der wunderschönen Ausführung nicht verwundert! Allein am Wirbelkasten und am "Fossegrimmen"- Kopf hat er einen ganzen Sommer lang geschnitzt (vier Exemplare, drei für andere Spielmänner, die schon vier Jahre darauf warteten). Aber es hat sich gelohnt und wir haben damit schon manch schönes Konzert und andere erfreuliche Anlässe mit den vollen Klängen dieser Hardingfela bereichern können. Im Zusammenspiel mit Schlüsselfiedeln kommt der besondere Klang dieses Instrumentes sehr schön zur Geltung. |
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| 4. Hardingfela von Sigurd Overås, Violinbygger og Felemaker, Kristiansund (N), Baujahr 1928 |
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![]() Thyl's Hardingfela von Sigurd Overås |
Dieses Instrument ist eine echte alte Hardanger Fiedel mit 5 Resonanzsaiten, die offenbar lange von mindestens einem Spielmann gespielt wurde. Ein zierliches Instrument von sehr schönem Aussehen, das einen fast zerbrechlich dünnen Hals hat, aber einen erstaunlich schönen runden Klang hervorbringt. Wir konnten diese Hardingfela 1993 von Petter Sæteråsen erwerben, einem Forstarbeiter und ehemaligem Spielmann in Hurdal (Norge). Gleichzeitig konnte unsere Tanja von Petter Sæteråsen auch für sich eine gut klingende, schön verzierte Hardingfela (mit 4 Resonanzsaiten) erwerben, die er selbst gebaut hat. |
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![]() Susanne mit ihrer Nyckelfela |
Christoph Jenny-Porttila (Lehrer an der Novalis Schule in Järna, Schweden), hat uns dieses schöne, ungewöhnliche Instrument in die Schweiz gebracht. Dieses Instrument ist, anders als alle üblichen Schlüsselfiedeln, gleich wie eine Violine zu spielen (natürlich nicht auf der Schulter, sondern vor der Brust). Lange wussten wir nicht genau, was wir mit diesem Instrument anfangen sollten, denn ich wollte meine endlich erlernten Spielkünste auf der Nyckelfela von Eric Sahlström (Aufwand ein Jahr!) nicht umstellen. Doch lernten wir 1995 an den Keltischen Musiktagen in Stuhlfelden im Pinzgau, Österreich, die Musikpädagogin und sehr gute Geigerin Susanne Brameshuber kennen, deren Vater das Instrument für sie als Geburtstagsgeschenk erwarb. So wurde diese für sie wie geschaffene Nyckelfela das Instrument ihrer Wahl und erfreut sich je länger je mehr an deren Klängen, nachdem das Instrument einige Verbesserungen durch einen Instrumentenbauer am Hallstätter See, durch Annette Osann und durch Susanne selbst erhielt. (Susanne hat z.B. selbst alle Tasten ausgefilzt, sodass sie nicht mehr "klappern".) Mit ihr zusammen haben wir schon zweimal eine Musikarbeitswoche mit zwei anschliessenden Konzerten durchgeführt. Susanne musiziert mit ihrer
Schlüsselfiedel, mit Blockflöte und weiteren Instrumenten in der Volksmusikgruppe
"Saitenwind" mit Musikantinnen aus der
näheren Umgebung von Linz und führte schon mehrere stark beachtete Konzerte durch. |
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| 6. Fidulina von Annette Osann,
Instrumentenbauerin, Baujahr 1999 |
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Dieses speziell für grössere Kinder und für Jugendliche
bestimmte Instrument wurde entwickelt von Jean Claude Condi, Luthier Archetier,
in F- 88800 Remoncourt, 41, rue du Champs des Loups. Nach diesem Vorbild baute Annette Osann in meinem Auftrag für unsere Nordica eine Fidulina in Violinstimmung, mit drei Tastenreihen und mit zusätzlichen Tasten, damit auf allen Saiten in der dritten Lage gespielt werden kann, in unserer Ausführung mit vier Spielsaiten G-D-A-E. Die G-Saite und die D-Saite sind mit der Zwillings-Tastenreihe gemeinsam zu spielen, während die A-Saite und die E-Saite eine eigene Tastenreihe haben. Es sind also drei Tastenreihen vorhanden um auf vier Saiten zu spielen. Das braucht schon etwas Übung, wenn man es nicht gewohnt ist, aber für Anfänger spielt dies kaum eine Rolle. Der Klang der "Fidulina" (wie ich sie liebevoll nenne), ist naturgemäss heller und etwas weniger voll als der einer gewöhnlichen Schlüsselfiedel. Aber gerade schwedische Melodien aus dem Heft für Spielmanns-Lernlinge sind klanglich und spielerisch besonders reizvoll mit diesem Instrument zu spielen. Es ist z.B. auch relativ einfach, doppelgriffig auf der Fidulina zu spielen, was den Reiz des Besonderen noch vergrössert und leicht auch von fortgeschrittenen Fidulina- Schülerinnen und Schülern praktizierbar ist. > Hier ein
Klangbeispiel: |
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